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Sozialer Dienst

Der Soziale Dienst ist gemäß §68 ff NJVollzG dafür zuständig, die Gefangenen zu unterstützen, ihre Angelegenheiten selbstständig zu erledigen und persönliche Probleme zu überwinden. Die Beratung, Betreuung und Behandlung der Inhaftierten kennzeichnet dabei die Aufgaben des Sozialen Dienstes.

Als Schwerpunkte können genannt werden:

  • Einzelberatung der Gefangenen zur Bearbeitung persönlicher Angelegenheiten, z.B.

- in Krisensituationen,

- bei Problemen im Haftalltag,

- Hilfestellung bei der Bearbeitung von Anträgen,

- Annäherung an die strafursächlichen Persönlichkeitsanteile,

- Entwicklung von Verhaltens- oder Einstellungsänderung,

- Vor- und Nachbesprechung von Vollzugslockerungen,

- Schuldnerberatung / Vermittlung an externe Beratungsstellen für Insolvenzverfahren.

  • Förderung sozialer Außenkontakte (z.B. Gespräche mit Angehörigen oder ehrenamtlichen Mitarbeitern, Organisation von Familientreffen, Kontaktgespräche zur Prüfung von Langzeitbesuchen und Gewährung von Vollzugslockerungen).
  • Mitwirkung an der Vollzugsplanung (u.a. Erforschung der Persönlichkeit und des sozialen Umfeldes, Stellungnahmen zu Vollzugslockerungen, usw.)
  • Erstellung von Stellungnahmen (z.B. Aussetzung des Strafrestes und Maßnahmen der Sicherung und Besserung, Anordnung von Führungsaufsicht, Abschiebung ins Heimatland, gerichtliche Entscheidungen, usw.)
  • Organisation, Weiterentwicklung und Durchführung von Gruppenbehandlungsmaßnahmen wie Soziales Training, Projekt Alternativen zur Gewalt (PAG), Vater-Kind Projekt, Bewerbungstraining.
  • Aus- und Fortbildung des Allgemeinen Vollzugsdienstes (Unterricht und Fortbildung zu sozialpädagogischen Themenbereichen)
  • Entlassungsvorbereitungen / Übergangsmanagement

- Unterstützung bei Wohn- und Arbeitsplatzsuche,

- Beschaffung von Ausweispapieren,

- Unterstützung beim Umgang mit Behörden,

- Zusammenarbeit mit externen Beratungsstellen,

- Begleitung bei Vollzugslockerungen

Ziel ist es, eine auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmte, durchgängige Betreuung der Gefangenen sicherzustellen, eine Verminderung sozialer Defizite zu erreichen und begonnene Unterstützung auch außerhalb des Vollzuges aufrechtzuerhalten. Die Gefangenen sollen gestärkt werden, Verantwortung für ihr eigenes Handeln zu übernehmen und ihre persönlichen Ressourcen zu nutzen, um für sich eine Entlassungsperspektive erarbeiten zu können.

Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Frau Holexa

Justizvollzugsanstalt Celle
Fachbereich Behandlung
Trift 14
29221 Celle
Tel: 05141 911-360

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